Fachbereich 1Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung
27.04.2012

"Jugend trifft auf Wissenschaft" in Wolgograd

Im Rahmen der Hochschulkooperation mit der Staatlichen Agraruniversität Wolgograd haben auch in diesem Jahr wieder zwei Studenten des Masterstudienganges Food and Agribusiness am 20.04.2012 an einer Konferenz mit dem Thema: "Jugend trifft auf Wissenschaft" in Wolgograd teilgenommen.

Im Kern der Konferenz stand der  Austausch von Informationen zu landwirtschaftlichen und Praxisthemen die in die Arbeitskreise Wirtschaft, Tierhaltung und Pflanzenbau unterteilt waren.  Der Student Christoph Klakow referierte im Bereich Tierhaltung über den Möglichkeiten des Einsatzes von unterschiedlichen Mengen Rapsschrot in der Mastschweinefütterung und der Student Michael Kretzschmar im Bereich Wirtschaft über die Evaluierung von Betriebsentwicklungsmöglichkeiten für intensive Marktfruchtbaubetriebe mit Hilfe der linearen Programmierung und der Monte-Carlo Simulation.

Am Rande der Konferenz fand ein reger Erfahrungsaustausch im Bereich Landwirtschaft zwischen den deutschen und russischen Studierenden und Gespräche über mögliche Praktika und Auslandssemester statt. Dazu hielten die Studenten eine Präsentation der Hochschule vor zwei verschiedenen Auditorien.

Neben der Konferenz wurde eine vom dortigen Auslandsbüro geplante Exkursion zu zwei landwirtschaftlichen Betrieben der Region durchgeführt. Zunächst besichtigten die Studenten einen genossenschaftlich Organisierten Betrieb mit 5300ha Ackerfläche in Krasnodonskiy. Im Anschluss daran fuhren sie zu einem privaten Landwirtschaftsbetrieb mit ebenfalls 5000ha Ackerfläche in Rybinka.

"Mich hat vor allem der private Landwirtschaftsbetrieb einer Ur-russischen Familie begeistert, der sich ohne Hilfe von europäischen Agrarholdings oder anderen ausländischen Geldgebern entwickelt hat. Ich sehe viele Gemeinsamkeiten zwischen der Privatisierung in Russland und der in Deutschland“ sagte Michael Kretzschmar, der von einem privaten Landwirtschaftsbetrieb stammt.

"Für mich waren die gravierenden Unterschiede zwischen den genossenschaftlichen und den privatbetrieb sehr interessant. Beide Betriebe wirtschaften auf einem sehr schwierigen, stark sandigen Trockenstandort mit gerade Mal 350mm Jahresniederschlag.“ sagte Christoph Klakow, der ebenfalls von einem privaten Landwirtschaftsbetrieb im mitteldeutschen Trockengebiet stammt.

Im Rahmen der Kooperation ist es deutschen und russischen Studenten möglich, die jeweilige Partnerhochschule für ein Studienprogramm oder ein Auslandssemester zu besuchen. Diese Möglichkeit nehmen derzeit 3 Studierende des Masterstudienganges Food and Agribusiness war.